Eine erste Frage wäre wie das Dateisystem des NAS auf dem Rechner eingehängt und die Datei geöffnet wurde. Dazu bräuchte man mehr konkrete Informationen.
PS: Generell ist es nicht hilfreich alle paar Stunden eine neue Diskussion mit dem gleichem Problem zu beginnen.
Bin ich immer gern bereit Daten nach zu liefern und mitzuarbeiten. Leider sind meine Mittel begrenzt und daher kann ich auch nicht immer so wie ich es möchte. Daher - wenn ihr etwas braucht lasst mich es und ich werde es nachliefern.
Ich bin nicht vertraut mit Openmediavault, aber der Screenshot in diesem Thread, wie auch [1] und [2], zeigt klar an: der Nutzer besitzt “nur lesen”-Rechte.
Könnte ein KDE Bug sein, falls es nach einer kürzlichen Aktualisierung(?) auftrat. Falls es sich um einfaches FTP handelt, kann man das vielleicht mit einem anderem FTP Client quertesten?
Vielleicht bietet die NAS Software auch andere Teilungsmöglichkeiten als FTP, um das Problem zu umgehen. FTP - nicht mehr unbedingt die beste Wahl für ein lokales NAS.
OMV ist im Prinzip ne Weboberfläche und ein paar Verwaltungstools auf einem Standard Debian. Da sind die üblichen Verdächtigen für dateibasierten Netzwerkzugriff vorhanden.
Im Grunde sollte das mit dem FTP Share so funktionieren, da LibreOffice aber auch temporäre Dateien anlegt würde ich auch eher eine aktuelle Alternative wie NFS oder SMB verwenden.
Zum konkreten Problem @Lehmeier :
Welche Berechtigungen zeigt Dir denn Dolphin für die Datei angezeigt?
Das sieht merkwürdig aus. Wenn ich per Gnome Nautilus eine Verbindung zum FTP Server aufbaue (dann halt mit GVFS) sehe ich die korrekten Berechtigungen.
Könnte ein KDE Bug sein, kann ich aber grad nicht nachstellen, hab keine KDE Installation hier.
das Verhalten ist erklärbar und hat nichts mit LibreOffice selbst zu tun, sondern mit der Art, wie du auf die NAS zugreifst.
Du greifst auf die Dateien über FTP in Dolphin zu (ftp://…).
FTP ist aber kein richtiges Dateisystem, sondern ein reines Übertragungsprotokoll. Dabei gelten diese Einschränkungen:
keine saubere Benutzer-/Gruppenverwaltung wie bei lokalen Dateisystemen
keine POSIX-Dateisperren (Locking)
keine zuverlässigen Schreibrechte-Signale für Programme
LibreOffice erkennt das korrekt und öffnet die Dateien deshalb vorsorglich schreibgeschützt, um Datenverlust zu vermeiden.
Dass es früher „ging“, lag sehr wahrscheinlich an:
einem KDE-Update (kio-ftp ist inzwischen strenger)
oder einer Änderung im OMV-FTP-Dienst
Was du tun solltest (empfohlene Lösung)
Für ein NAS im lokalen Netzwerk kein FTP verwenden, sondern:
SMB / CIFS (Windows-Freigabe)
in OMV aktivieren
in Dolphin unter „Netzwerk → SMB“ einbinden
oder dauerhaft per /etc/fstab mounten
Damit bekommst du:
echte Schreibrechte
keine Passwort-Popups
keine schreibgeschützten Dateien
stabiles Verhalten in LibreOffice
Wenn FTP trotzdem bleiben soll (nicht empfohlen)
Dateien erst lokal kopieren
bearbeiten
anschließend zurück auf die NAS laden
Direktes Bearbeiten über FTP bleibt problematisch.
Kurzfassung für den Thread
FTP ist kein geeignetes Protokoll, um Office-Dokumente direkt zu bearbeiten.
LibreOffice öffnet Dateien deshalb korrekt als schreibgeschützt.
Für ein NAS im LAN bitte SMB/CIFS verwenden – dann funktioniert es wieder wie erwartet.
SMB/CIFS ist ein Windows Ding, ich nutze das überhaupt nicht mehr, nur noch ausschließlich NFS für`s NAS
Außerdem ist das wesentlich schneller bei der Übertragungsgeschwindigkeit.
Absolut richtig NFS ist für Unix/Linux die sauberste Lösung – schlicht, schnell, wenig Overhead.
In einem reinen Linux-/Unix-Umfeld ist NFS meiner Meinung nach sogar die beste Wahl.
Ich bin bei SMB nur deshalb gelandet, weil ich vom typischen Heimanwender mit gemischtem Netzwerk ausgegangen bin (Linux + Windows + evtl. andere Geräte). Dafür ist SMB oft der kleinste gemeinsame Nenner. (Auch ich nutze es noch, Altlast eben)
Wichtig ist aber der Punkt: Der Dateimanager spielt mit
Dolphin (und andere) sprechen SMB und NFS problemlos, im Gegensatz zu FTP, das eben kein echtes Dateisystem ist.
Kurz gesagt:
FTP → eher für Transfers
SMB → gut für gemischte Netze
NFS → ideal für Linux-only, schnell und stabil
Insofern: Ja, NFS ist top – man muss nur wissen, in welchem Umfeld der Gegenüber mit (s)einem Problem unterwegs ist
Ja, du hast natürlich recht. Wenn es um Netzwerk und Übertragungen geht wird zu 90% immer das SMB/CIFS Protokoll genannt weil das, wie du schon geschrieben hast, der gemeinsame Nenner zwischen Linux und Windows ist.
Angeblich beherrscht auch Windows mittlerweile NFS, ich hatte das mal getestet als ich noch Windows 10 ungenutzt auf ner SSD hatte.
Habs nicht hinbekommen das Windoofs auf NFS Freigaben zugreifen konnte.
Aber wie gesagt, das soll mittlerweile funktionieren.
Da kann ich noch ein Anekdötchen zu Netzwerkfreigaben mit Windows loslassen:
mein Wechsel von Windows zu Linux ist wegen einer SMB Share so radikal abgelaufen, ich konnte unter Windows 2000 damals die SAMBA Freigaben nicht mehr sehen, aber von Linux noch einwandfrei auf die Windows Freigaben zugreifen.
Der Microsoft Support hat mir dann geraten das Betriebssystem neu zu installieren. Habe ich auch gemacht, aber eben kein Windows mehr…