Rustdesk oder eine Alternative

Hallo Community,
als Neuling mit noch sehr wenig Erfahrung tue ich mich gerade etwas schwer.
Ich suche eine Möglichkeit meinen Linux-Rechner wie einen Remote Desktop zu verwenden und bin dabei auf Rustdesk gestoßen.
Ich verwende tagsüber einen Windows-Rechner, von dem aus ich mehrere andere Windows Rechner und Remote-VDI-Sessions parallel für meine Arbeit verwende.
Unter Windows ist das mit Citrix für die VDI-Sessions und RDP für die lokalen Systeme, die gesteuert werden, kein Problem, ich würde aber gerne auch meinen Linux Rechner ebenfalls „Fernsteuern“.
Eigentlich möchte ich nur das ständige Wechseln der Systeme vermeiden und von meinem Windows Rechner aus einfach über einen weiteren Desktop auf den Linux Rechner zugreifen. Also eine Maus und Tastatur, ein Monitor an einem Windows System, und der steuert alle Fremdsysteme.
Teamviewer scheidet aus, weil das bei meiner Verwendung als kommerzielle Nutzung ausgelegt wird.
Auf der Seite von Rustdesk ist für die Installation unter Arch / Manjaro die Befehlszeile:
sudo pacman -U ./rustdesk-<version>.pkg.tar.zst
angegeben.
Sie führt aber zur Meldung:
bash: version: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden

Leider kann ich mit dem Fehler (in Ermangelung von soetwas wie einem Funken Ahnung) nicht so viel anfangen. Kann vielleicht jemand helfen?

Gruß
Joerg

Für diesen Befehl musst Du die Datei erst herunterladen und ein Terminal im Downloadverzeichnis öffnen. Und die muss dann auch an die Datei angepasst werden. Gibt es das nicht in den Quellen oder im AUR?

Nachtrag: Gibt es scheinbar im AUR. Das wäre dann

yay -S rustdesk

Ich bin im Moment unterwegs und kann das nicht ausprobieren.

Okay ich habe das mal probiert.
Das was die Konsole in Summe alles ausgibt, sind aber fast 30 DinA4 Seiten Text. Sicherlich zu lang um hier alles geposted zu werden.
Aber leider endet das ganze mit:

-> Fehler beim Erstellen: rustdesk-exit status 1 
-> Die folgenden Pakete konnten nicht installiert werden. Ein manueller Eingriff ist erforderlich: 
rustdesk - exit status 1

Irgendeine Applikation finde ich leider nicht.
Ich hoffe ich habe mir das System jetzt nicht mit irgendwelchen Schrott vollgeladen, der nun unnötig hier vor sich hindümpelt.

Was kann ich am besten tun um der Sache auf den Grund zu gehen und eventuell einen Fehler zu finden und zu beheben?

Ich war in meiner vorherigen Arbeitsstelle schon einmal in derselben Situation. Ich benutzte einen Linux-Laptop, hatte einen Windows-Desktop-PC und verwaltete die IT für etwa zehn Personen mit Windows-PCs. Während dieser Zeit verwendete ich sowohl AnyDesk als auch NoMachine.

AnyDesk ist etwas aufgebläht und sehr groß zu installieren und kann meiner Erfahrung nach manchmal langsam sein. Es war jedoch sehr einfach zu verwenden und zuverlässig.

NoMachine war nicht sehr intuitiv zu bedienen und nicht ganz einfach richtig einzurichten. Wenn es jedoch funktionierte, war es sehr schnell und stürzte fast nie ab. Die Wake-on-LAN-Funktion war auch sehr praktisch.

Anydesk scheint es nur als deb oder rpm zu geben. Zumindest übersteigt das noch mehr meine bislang begrenzten Kenntnisse noch mehr, das über alternative tar.gz Archive irgendwie ans Laufen zu bekommen.
Dazu bin ich zu sehr Anfänger.
Ich möchte ja auch eigentlich nur einen schnellen Zugriff von meinem Hauptrechner aus, denn wenn ich das Linux Notebook immer erst aus der Ecke hervorkramen muss und nicht mit einem kurzen Tastaurbefehl dahin wechseln kann, dann befürchte ich, bleibt die Einarbeitung nach einer kurzen Phase der anfänglichen Euphorie bald auf der Strecke. :wink:
Daher war mein Plan ein Fernzugriff.
Scheint nicht ganz so einfach zu sein.

Bei NoMachine finde ich leider auch nur den Hinweis für DEB oder RPM basierte Distributionen.

RHEL 6.0 to RHEL 9, CentOS 6.0 to CentOS 8.5, CentOS Stream 8 to CentOS Stream 9, SLED 11 to SLED 15, SLES 11 to SLES 15, openSUSE 11.x to openSUSE 15.x, Fedora 10 to Fedora 39, Debian 5 to Debian 12, Ubuntu 8.04 to Ubuntu 23.10

Ich verstehe Ihre Situation vollkommen. Zugegeben, ich habe noch nie eines von beiden mit Arch verwendet, obwohl ich nicht glaube, dass die Einrichtung mit einer tar.gz-Datei zu schwierig ist.

Wenn Sie Hilfe und Anleitung zum Einrichten eines solchen Systems benötigen, fragen Sie bitte. Ich helfe Ihnen gerne.

Ich habe nicht nachgeschaut, ob eines davon im AUR ist, aber es könnte sein. Ich bin im Moment nicht am Computer, ich benutze mein Mobiltelefon nur, um das Forum zu lesen.

Ich sitze jetzt an meinem Computer. AnyDesk ist im AUR verfügbar.

Installieren Sie es mit yay -S anydesk-bin

NoMachine ist auch im AUR verfügbar. yay -S nomachine

Ich würde es gerne mal mit NoMachine probieren. Ich kann natürlich nicht genau sagen, inwiefern die Aussagen über die gute Geschwindigkeit tatsächlich zutreffend sind, aber auch der Hersteller verspricht hohe Geschwindigkeit.

Die Installation auf dem Linux Notebook hat funktioniert.
Die Detaileinrichtung sollte ich hinbekommen.
Die Installation auf dem Windows Rechner hat auch funktioniert (mit dem für Windows üblichen Reboot).
Der Windows Rechner findet über den NoMachine “Entdeckungsdienst” auch den Linux Rechner, allerding läuft eine Verbindung auf ein TimeOut. Da habe ich allerdings noch nciht so ganz den Ansatz für eine Lösung. Im Netz sehen sich beide Rechner.

Bei dem Versuch Rustdesk zu installieren scheinen eine Menge anderer Pakete mitinstalliert worden zu sein. Bekommt man das alles wieder sauber entfernt, kann man quasi die Installation “Rückwärts” als Deinstallation laufen lassen?

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Nun, das ist heute besser als früher. Ich erinnere mich an den “Timeout” -Fehler auch für mich. Ich entschuldige mich, es ist ungefähr 3 Jahre her, seit ich das Programm das letzte Mal benutzt habe, also erinnere ich mich nicht an alle Details.

Wenn Sie Englisch lesen (oder übersetzen) können, kann dies hilfreich sein.

https://forum.nomachine.com/topic/a-connection-timeout-has-occurred-2

Dies ist ein Rat von Nomachine, wenn auch nur auf Englisch.

https://kb.nomachine.com/AR04S01122

Bearbeiten: Die mit Rustdesk installierten zusätzlichen Pakete sind Abhängigkeiten. Die einzige Situation mit Abhängigkeit ist, dass Sie wissen müssen, was Sie entfernen. Durch das Entfernen aller Abhängigkeiten für Rustdesk wird wahrscheinlich andere Systemprobleme verursacht. Einige Abhängigkeiten waren wahrscheinlich bereits auf Ihrem System und andere wurden neu installiert, als Sie Rustdesk hinzufügten.

Angesichts der Tatsache, dass Sie bereits anerkennen, dass Sie mit Arch unerfahren sind, würde ich sie vorerst bleiben lassen. Sie nutzen wahrscheinlich sehr wenig Platz auf Ihrem Laufwerk, daher sollte es kein Problem sein.

Nein Platzprobleme habe ich keine auf meinem Linux System. Außer Endeavour ist auf den System noch nicht wirklich etwas drauf, was Platz brauchen würde. bei einer 256GB SSD ist das kein Problem.
Ich lasse dann alles so wie es ist.

Die Hinweise zu NoMachine auf deren Webseiten habe ich gelesen, aber komme damit nicht weiter.
Wenn ich vom Windows Rechner wie geplant, auf den Linux zugreifen will, erhalte ich ein Timeout.
Greife ich allerdings vom Linux Rechner auf den Windows Rechner zu, dann funktioniert das. Ist ja aber die falsche Richtung.
Ich vermute also bei einem der Systeme ein Problem mit den Firewall Einstellungen. Nur habe ich noch nicht herausgefunden bei welchem.

Vielleicht irre ich mich, aber das klingt ähnlich wie Ihr Problem. Haben Sie Port 4000 in Ihrer Firewall geöffnet?

https://forum.nomachine.com/topic/connection-time-out-trying-to-access-nomachine-ubuntu-desktop

Mir ist gerade eingefallen, dass Sie in NoMachine in die Einstellungen gehen und es so einrichten müssen, dass Verbindungen akzeptiert werden, sonst erhalten Sie den Timeout-Fehler.

Also inzwischen ist klar, dass es an den Einstellungen der Linux Firewall liegen muss. Ich komme aber nicht so recht weiter.
Ich verwende “HomeBox” als Netzwerk-Verbindung, das ist mein WLAN im Haus.
Screenshot_20240404_213337
Ich weiß allerdings nicht, ob “public” hier die optimale Einstellung ist.
Das war die Einstelung nach der Einrichtung, da habe ich bisher nichts dran verändert.
Was ich allerdings veränder habe, das sind Porteinstellungen.
Hier habe ich sowohl bei Ports wie auch bei Quellports jeweils Port 4000 eingetragen.


Damit kann ich jetzt vom Windows Rechner aus eine Verbindung aufbauen, werde auch nach den Login Daten gefragt, aber danach zeigt er nur ein weißes Fenster und läuft nach einiger Zeit dennoch in einen TimeOut.
Zeigt mir aber auf dem Windows Rechner trotzdem die Verbindung als Aktiv an und erkennt auch das Linux System, er zeigt Hardware Daten, RAM, CPU, OS, alles an, also kann er auch Daten abfragen. Es sieht eher so aus, als hätte er unter Linux ein Problem mit der Anzeige des Dektops
Noch eine Idee?

AnyDesk habe ich mir auch angesehen, das ist aber keine Alternative, weil es mit Wayland nicht kompatibel ist. Leider bemerkt man das erst, nachdem man es installiert hat. Okay, ich hätte, wenn ich gewusst hätte, dass ich auf sowas achten muss, das sicherlich auch nachlesen können, habe aber erst bei der Suche nach Erklärungen für die aufkommenden Fehlermeldungen dann erst gesehen, dass die Ursache Wayland ist.
Wayland zu deaktivieren, das sind Experimente, auf die ich mich aktuell nicht einlassen will.

Also wieder zurück zu NoMachine. Irgendwie muss das ja ans Laufen zu bekommen sein.
Ich habe mich bei NoMachine im Forum mal angemeldet und werde versuchen mithilfe der Leute dort, das Problem zu lösen.
Wenn ich mehr weiß, schreibe ich es hier, damit ggf. später andere, die über dieselben Probleme stolpern, das hier nachlesen können.

Für die Firewall::
RustDesk- Ports: 21114 - 21119
Kern-Ports
TCP 21115 - 21117
UDP 21116

Für Webclients
21118 21119

Ohne SSL-Proxy
21114

Alternativer Proxy open TCP-Port:
443

Ich nutze RustDesk-Server auf eigenem Server und versorge alle Clients über die Client-Software. Die Verbindung ist wesentlich schneller als AnyDesk und Teamviewer, obwohl alle Verbindungen durch WireGuard getunnelt werden und mit mehrfacher DDOS-Abwehr verriegelt ist.
Das mit dem Webinterface ist für mich uninteressant.

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