EndeavourOS vs Manjaro

Hallo!
Ich hatte diese Frage schon einmal vor ca. 3 Jahren gestellt, doch es entwickelt sich ja alles weiter.

Nun soll es, in diesem Monat, endlich einen neuen Rechner geben.
Die Frage die sich mir stellt ist ob ich dann von Manjaro ( seit 10 / 2020 ) auf EndeavourOs umsteige.

Manjaro läuft soweit gut und es gibt auch sehr wenig Probleme aber ich würde gern unabhängiger von den Entwicklern werden, die anscheinend immer mehr einen Sonderweg gehen ( was ich so in Foren mitbekomme ).

Nun interessieren mich 6 Dinge :

  1. Kann man Endeavouros genauso gut installieren bzw. pflegen wie Manjaro?
  2. Kann ich meine Daten aus dem /home-Verzeichnis des Manjaro einfach ins /home-Verzeichnis des EndeavourOS kopieren und damit meinen XFCE-Desktop schnell wiederherstellen?
  3. Ist das KDE 6 bereits fertig und läuft einwandfrei unter EndeavourOS?
    Ich wollte es mal testen.
  4. Ich benötige eine GUI für meine Aufgaben, um möglichst wenig auf der Konsole zu machen.
  5. Ist EndeavourOs im laufe de rletzen Jahre Anfängerfreundlicher geworden?
  6. Ist die Performance besser als bei Manjaro?

Was sollte mich also dazu bewegen EndeavourOS zu nutzen?
Vielleicht Könnt ihr mir ja aus dieser Klemme helfen.

MfG R.Lehmeier

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Du bist mit EndeavourOS auf jeden Fall näher an vanilla Arch als mit Manjaro.

  1. Der Installer unterscheidet sich nicht merklich von anderen Distributionen. Calamares halt.
  2. Da muss ich passen, von der Theorie her sollte das gehen, aber gewährleisten will ich das nicht.
  3. Plasma 6 läuft subjektiv sehr gut. Es sind halt noch nicht alle Erweiterungen portiert. Aber meiner Meinung nach ist es für den täglichen Einsatz sehr gut geeignet.
  4. Dafür müsstest Du näher beschreiben, was Deine täglichen Aufgaben sind.
  5. Naja Arch Linux Basis halt. Installation ist grafisch, das wichtigste läuft ab dem ersten Start. Beim Rest wird Dir freie Hand gelassen.
  6. Ich würde sagen vergleichbar, anhand der letzten Benchmarks die hier so herumgegeistert sind. Auf Gaming bezogen (Just for Fun: Cyberpunk 2077, Horizon Zero Dawn, and Shadow of the Tomb Raider Benchmarks on Windows 11, Arch Linux, EndevourOS, and Manjaro)

Du hast weniger Klicki-Bunti als Manjaro und bist etwas mehr bleeding edge, da im Gegensatz zu Manjaro die neuen Pakete nicht zurückgehalten werden, soweit ich weiß. Das kann ein Vorteil aber auch gleichzeitig ein Nachteil sein. Manjaro ist die letzten Jahre aufgrund seiner Update Poilitik ja das ein oder andere Mal in die Kritik geraten, gerechtfertigt oder nicht sei dahingestellt.

Du könntest Dir EndeavourOS ja einfach mal zuerst in einer virtuellen Umgebung mit Plasma 6 installieren und gucken, ob Du damit zurecht kommst, bevor Du es auf bare metal ziehst.

Das heißt also das die wichtigsten Sachen schon laufen - das hört sich schon einmal gut an.
Da könnte ich KDE6 ja erstmal neben XFCE laufen lassen.

Das übliche: installieren und deinstallieren von Programmen, Updates einspielen, Einstellungen etc.

Kann man eigentlich die Updates / Upgrades automatisch, im Hintergrund, einspielen lassen?

Schade, das hört sich so an als ob nur die Hälfte installiert wird und man danach mit dem Pamac ordentlich nachinstallieren darf.

Wenn ich es richtig verstanden habe ist die Software unter Endeavour wesentlich aktueller.
Heißt das etwa das esdamit auch mehr Probleme, als unter Manjaro gibt ?

Mein Rechner ist für virtuelle Umgebungen zu langsam, daher werde ich es lassen und zuerst Manjaro zu installieren und dann wieder alles neu aufzusetzen ist auch nicht wirklich zielführend. Ich wollte die Neuanschaffung vielleicht dazu nutzen gleich auf ein anderes OS umzusteigen.

Hat denn schon einmal jemand den Umstieg von Manjaro nach EndeavourOS gemacht und kann mir sagen ob ich noch auf etwas achten sollte oder welche Vorteile er dadurch hatte?

EndeavourOS läuft bei mir schon seit geraumer Zeit problemlos auch mit Plasma 6. Software Installation mit pacman oder yay finde ich sehr komfortabel.
Der Umstieg von Manjaro nach EndeavourOS geht schnell von der Hand. Ich habe mein Home ausgelagert, EndeavourOS installiert, alles Wesentliche aus dem Home in das neue Home kopiert und gut ist. Natürlich muss man evtl. hier oder da noch etwas nachinstallieren bzw. ein bisschen einrichten. Ist aber alles gut dokumentiert, falls Hilfe nötig ist.

Mir gefällt an EndeavourOS, dass es sich wie Arch Linux anfühlt, man immer aktuelle Pakete bekommt und dass es super einfach zu bedienen ist. Den Finger am Puls der Zeit zu haben, finde ich bestechend.
Dazu gibt es noch das Forum hier und wenn irgendetwas klemmt, findet man bestimmt eine Lösung

Bei mir läuft EndeavourOS auf einem aktuellen PC mit Ryzen 7 und 64 GB Ram, aber auch genauso gut auf einem in die Tage gekommenen Rechner ist Intel I7

Das hört sich gut an.
Was meinen Rechner angeht so habe ich im Moment :

System Information
  Operating System              Manjaro Linux
  Kernel                        Linux 6.1.77-2-MANJARO x86_64
  Model                         Dell Inc. OptiPlex 360
  Motherboard                   Dell Inc. 0T656F
  BIOS                          Dell Inc. A07

CPU Information
  Name                          Intel Pentium E5200
  Topology                      1 Processor, 2 Cores
  Identifier                    GenuineIntel Family 6 Model 23 Stepping 6
  Base Frequency                2.49 GHz
  L1 Instruction Cache          32.0 KB x 2
  L1 Data Cache                 32.0 KB x 2
  L2 Cache                      2.00 MB

Memory Information
  Size                          3.76 GB

Er ist jetzt ca. 15 Jahr alt und soll diesen Monat endlich durch etwas zeitgemäßes ersetzt werden.
Dann macht es auch wieder Freude.

Daher setze ich mich jetzt schon mal damit auseinander ob ich wechsle.
Stabilität ist mir dabei sehr wichtig, da ich es als Produktivsystem nutze.
Gibt es bei der Software etwas zu beachten ?
Gibt es für EndeavourOs auch alles was es für Manjaro gibt ?

Nach 15 Jahren darf schon etwas neues her :wink:

Für EndeavourOS gibt es alles, was es auch für Manjaro gibt.
Ich betreibe mehrere Rechner mit EndeavourOS und die laufen alle stabil. Du kannst das als Produktivsystem benutzen

Das hört sich gut an. Da werde ich wohl bald umsteigen.

Mal sehen wann es mit dem neuen Rechner klappt. Zum Monatsende sollte er da sein.

Vielen Dank für eure Hilfe und Tips.

Bzgl. Plasma 6, dass die wichtigsten Sachen laufen wird dem nicht gerecht. Die Kernfunktionen sind alle da und es läuft meiner Meinung auch anstandslos. Was noch fehlt sind teilweise Erweiterung von Drittpersonen, die nicht direkt mit dem KDE Projekt in Verbindung stehen und erst noch portiert werden müssen. Das geht dann aber eher um Desklets, etc.

Soweit ich weiß nutzt Manjaro Octopi als grafisches Update/Installations Werkzeug, falls das noch so ist (schon länger nicht mehr in Manjaro reingeschaut). Das kann man auch, mit sehr wenig Aufwand, unter EndeavourOS installieren, ist aber nicht vom Start an dabei.

Möglichkeiten Updates automatisch laufen zu lassen gibt es sicherlich, da ich aber persönlich lieber die Kontrolle darüber habe, wann Updates installiert werden, habe ich mich damit noch nicht befasst.

Die Software ist in einigen Fällen aktueller, da die Repos von Arch mit verwendet werden. Wieviel älter die Pakete bei Manjaro sind kann man aber nicht verallgemeinern, da kommt es darauf an welches Paket, wie schnell, vom Manjaro Team übernommen und in den Manjaro-eigenen Repos freigegeben wird.

Endeavour bietet eine solide Grundausstattung, nach der Installation. Es ist aber wirklich eine Grundaustattung. Manjaro bringt da glaube ich weitaus mehr Pakete mit die direkt mit installiert werden. Ob das Sinn macht liegt am Ende daran, was der Anwender erwartet, ich persönlich brauche keine eierlegende Wollmichsau, sondern freue mich immer über ein schlankes sauberes System, dass ich dann mit dem für mich erforderlichen Minimum an Apps aufbohren kann. Da hat jeder seine eigenen Vorlieben.

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@Lehmeier, ich habe in den letzten Jahren so viel Sch… mit M*** erlebt, dass mir das Ding entgültig verleitet wurde. Leider muss ich immer noch den Rechner und den Laptop meiner Frau damit versorgen und pflegen. Das Betriebssytem ansich ist ja für Leute, die nichts mit dem Terminal zu tun haben wollen, ganz ok, jedoch ist das Management irgendwie vergleichbar mit den Devs von GNOME: es wird durchgedrückt, was SIE für richtig halten. Die Devs bzw. Forenadmins tuen immer so, als ob das, was sie als Grundlage für Ihre Bastelei bekommen, (Arch Linux) noch lange nicht zu gebrauchen ist. Da muss immer erst mal noch ne ganze Menge dran verschlimmbessert werden, bevor es dann mit nem grünen Scheifchen auf die User losgelassen wird. Beispiel Plasma 6. Ich habe aufgehört, zu zählen, wieviele Leute in den letzten Wochen (Monaten?) dort schon angefragt haben, wann es denn endlich für M*** kommen würde. Antwort immer die Gleiche: es ist noch viel zu kaputt, wir müssen das erst noch reparieren …

Wenn Du dich nicht davor scheust, etwas in Sachen Arch, Konsole, Systempflege usw. dazulernen zu wollen, ist alles eine bessere Lösung, als diese grüne Verbastelung.

EndeavorOS hat zwar nicht diese Entwicklungsrecourcen, wie M*** zur Verfügung, aber sie stellen mit ihren Mitteln ein weitaus besseres Endprodukt zur Verfügung.

Sorry für den langen Text, aber das Thema lautete ja EndeavourOS vs Manjaro, also …

EOS ftw!

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Ich habe nichts dagegen mal mit der Konsole zu arbeiten, aber wenn ich einen Bogen drum machen kann weil es dafür eine gute GUI gibt - dann gewinnt die GUI.

Ich hoffe das es klappt, mal sehen was die Zukunft bringt.

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Versuche es mal mit pacseek. Läuft in der konsole. So wirst du nach und nach den Bogen um GUI machen :wink:

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Bin nach 12 Jahren Arch Linux als Hauptsystem, seit ein paar Monaten mit EOS unterwegs. Fühlt sich absolut genauso an, man erspart sich nur die Frickelei bei der Installation.
Manjaro ist nicht so nah am original, aber vielleicht einfacher für Einsteiger. Aber wer Linux nutzen will, sollte sich eh nicht zu schade sein, sich die Finger schmutzig zu machen (Terminal benutzen) :wink:

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Fortsetzung der Diskussion von EndeavourOS vs Manjaro:

Ich bin auch vor 4 Wochen von Manjaro (Cinnamon) weg und hierher gewechselt.

  1. Ja
  2. Unter Cinnamon ging dies problemlos
  3. K.A.
  4. Allein der Installationsprozess ist schon genial. Bei der Paketauswahl wirst Du von Calamares gleich online mit neuesten Paketen versorgt. Die Community-Edition Cinnamon bspw. ist, stand heute, vom 21.09.2023. EndeavourOS stelle ich mit Manjaro für Anfänger auf die gleiche Ebene.
  5. Finde ich auch gleich. Die Performance hängt von der Oberfläche ab.

Na herzlich willkommen @nabashi fühl dich ganz wie zu Hause, nur dass eben alles Purple gestrichen wurde :enos:

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Vielen Dank,

mein erstes Linux war SuSE 6.4 mit KDE 1.1.2 und Linux Kernel 2.2.14 :penguin_face:.

Das waren noch Zeiten…

Meins war Suse 4.3.
Einen Stapel Disketten ausgepackt, ein mehrere hundert Seiten starkes Handbuch dazu, angefangen zu lesen, zugeklappt, alles weggepackt und auf einsteigerfreundlicheres gewartet.

Danach habe ich in loser Folge, mit verschiedenen Linuxdistributionen gelegentlich Erfahrungen gesammelt.
Mit Paralellinstallationen ( Die mir schon einmal die die komplette Festplatte ruiniert haben ) und Alleininstallationen.
Danach waren Suse 7.2, Debian Etch ( 4,0 ), Mint, Manjaro und nun Endeavours angesagt.

Zwischendurch nahm ich noch diverse Distris ( z.B. Knoppix, ultimatebootcd ) um mein Windows oder Daten zu retten.

Was sich hier so liest als ob ich eine Menge Erfahrung hätte, war nur ein probieren und frustiertes liegen lassen. Ich suchte etwas da sich einfach installieren und anwenden ließ.

KDE war lange mein Lieblingsdesktop ( seit KDE 2 ) und mit der letzten 4.Version perfekt für mich. Leider kam dann Plasma ( KDE 5 ) und das Rad wurde neu erfunden.
Nachdem ich versucht hatte meine alte Arbeitsweise mit dem neuen KDE weiterzuführen ( was nicht klappte ), bin ich frustiert nach XFCE gewandert. Nun hoffe ich das KDE mal aus seinen Fehlern lernt und nicht immer alles über den Haufen wirft, sondern die Anwendbarkeit und einen gleitenden Übergang zu neuen Versionen schafft.
Daher möchte ich auch KDE 6 mal wieder ausprobieren.

Ich bin erst 10 / 2020 auf Linux ( Manjaro ) umgestiegen und in erster Linie nur ein Anwender. Aber ich bin damit zufrieden.

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Deine Geschichte liest sich wie meine, nur mit anderen Distributionen: SuSE, Mandrake, Red Hat, Fedora, Debian, PCLinuxOS (sehr lange), Manjaro und jetzt EOS.

Mit KDE begann ich bis PCLinuxOS, dann kam XFCE und nun Cinnamon.

Auch ich bin nur ein Anwender, obwohl ich mit dem rpm- und deb-Paketbau auskenne. Seit Manjaro benutze ich natürlich auch das AUR und damit entfällt das Erstellen, zumindest das nicht automatisierte, komplett.

Komisch, dass jeder irgendwie so eine Suse Box zum Start hatte :smiley:

Hatte zwar schon erste Linux Berührungspunkte vorab, aber so richtig damit beschäftigt habe ich mich erst als mir einer unserer Kunden, in meiner Ausbildungszeit, eine Retail-Box Suse Linux Enterprise in die Hand gedrückt hat, muss irgendwas um Version 9 gewesen sein, da das im Zeitraum um 2003-2006 passiert sein muss.

Ich hatte immer nur diese Linux Magazine mit CDs und ja … auch mal eine CD für einen internet Provider… damit hatte ich zu Modem Zeiten eine gratis Flatrate über Jahre alter Provider war Pleite gegangen und hat die Kunden weiter gegeben dabei ist wohl was falsch gelaufen. So konnte ich alles mögliche herunter laden … hat dann eben auch mal ne Woche gedauert :wink:

Persönlich hab ich nie Manjaro benutzt, nicht mal ein paar Tage…
Die Idee ist aber trotzdem auch gut irgendwo… Z.B. Geräte mit Linux OS zu verkaufen, und Support zu erbringen… Direkte Zusammenarbeit mit Produzenten… Gibt bald eine Manjaro Gaming Konsole… Telefone… Das ist alles cooles Zeug.

Ich bin nicht sicher, ob Manjaro das Richtige is, wenn der Nutzer mit dem AUR herumspielen will… Und ich denke das es eventuell nicht die beste Idee ist Archlinux zu verwenden, um ein Linux For Everyone zu verkaufen.
Müsste noch sehr viel mehr abgeschotteter sein und eher so wie Ubuntu jetzt anfängt, mit Benutzerebenen Installation für Apps zu arbeiten. Flatpak z.b.
Ein rollendes System ist da doch eher hinderlich.

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Ich hatte mich für Manjaro entschieden weil es eine Rolling Release ist. Ich hatte keine Lust alle halbe Jahre eine Updateorgie zu starten wo dann die Hälfte nicht mehr läuft und dann gefrickelt werden muß. Was dies anging lief Manjaro gut. Ich hatte keine nennenswerten Probleme in den fast 3 Jahren.

Was Suse anging so fand ich es schon immer etwas Benutzerfreundlicher als die meisten Distris. Vor allem bei der Installation, da konnte man wirklich alles einstellen und dann lief es durch.

Leider ist es für meinen Geschmack der Zeit hinterher - vor allem mit den Paketen.